Damhirsch (Dama dama)

Der Damhirsch hat eine bewegte Vergangenheit. Ursprünglich war er in unseren Breiten zuhause, genauso wie in Vorderasien und Ägypten. Während der Eiszeit verschwand er völlig aus Europa, erst die Römer bürgerten ihn wieder in allen geeigneten Gegenden der Mittelmeerländer und auch in Deutschland ein.

Dabei ist der Damhirsch eigentlich sehr standorttreu, er verlässt sein Revier nur, wen Futtermangel oder Ähnliches ihn dazu zwingt. In Wildparks ist er recht zahm und zeigt sich bei guter Laune seinem Publikum auch mal aus nächster Nähe. In Freiheit ist er allerdings sehr scheu. Sein guter Geruchssinn und seine ausgezeichneten Augen warnen ihn frühzeitig vor drohenden Gefahren.

Nicht nur auf der Flucht zeigt der Damhirsch, was er kann: Er ist ein schneller  Läufer, springt sehr gut und kann auch schwimmen. In der Brunftzeit (Oktober bis November), wenn die Hirsche nach Weibchen Ausschau halten, messen sie sich mit ihren Konkurrenten, indem sie ihre Schaufeln krachend gegeneinander schlagen. Manchmal hat ein Hirsch acht Weibchen um sich.

Außerhalb der Brunftzeit bilden die starken Hirsche eigene Rudel. Die Weibchen und Jungtiere bleiben dann unter sich, und zwar in Rudeln von bis zu 170 Tieren. Nach neun bis zwölf Monaten sind die Jungen selbstständig und nach 2 - 2,5 Jahren reif, um selbst einen Partner zu suchen.

Die Geweihe werden jährlich (März bis April) abgeworfen und wachsen bis Ende Oktober wieder neu. In den ersten zehn bis zwölf Jahren wachsen sie etwas stärker, im Alter wieder etwas schwächer.
Steckbrief
Größe: 130 - 160 cm 
Schwanz 16 - 19 cm
Gewicht: 60 - 85 kg
Aussehen: Sommer: rötlich-braun mit weißen Punktreihen und 
                  schwarzem Strich auf dem Rücken
Winter:  einfarbig schwarz bis weiß
Merkmale: Mänchen mit Schaufelgeweih, Weibchen ohne Geweih
Alter: 20 - 25 Jahre
Anzahl Junge: 1 - 2 Junge im Mai bis Juli
Tragzeit: 31 - 32 Wochen
Lebensraum: Laub- und Mischwälder
Nahrung: Gräser, kräuter, Bucheckern, Pilze, Feldfrüchte, Schößlinge

>> Zurück <<