Reh (Capreolus capreolus)

Das Reh ist der kleinste einheimische Vertreter der Hirsch-Familie. Sie sind sehr anpassungsfähig und leben in unterschiedlichen Lebensräumen, am liebsten jedoch in Gebieten mit gut gemischten Wald-Feld-Anteilen. Rehe sind in ihren Nahrungsansprüchen sehr wählerisch, sie fresse z.B. gerne Knospen und frisches Grün.

Im Sommer leben die Rehe in abgegrenzten Revieren. Der Rehbock markiert die grenzen seines Gebietes, indem er die Rind junger Bäume mit dem Gehörn abreibt. Man nennt das "Fegen".

 Im Winter bilden die Rehe kleine Rudel. Im Mai/Juni setzt das weibliche Reh, die Ricke, ein bis drei Kitze. Die gut getarnten Rehkitze, die auch keinen eigenen Geruch haben, bleiben bei Gefahr einfach liegen. Die Ricke flieht und lenkt so die Angreifer von ihrem Kitz ab. Später kehrt sie aber zu ihrem Kitz zurück.

Um ein Kitz, das man allein im Wald findet, muss man sich deshalb keine Sorgen machen. Man darf es auch nicht anfassen, denn Rehe haben sehr feine Nasen und nehmen ihre Kitze nicht mehr an, wenn sie von Menschen berührt wurden.

Das Abnagen der Knospen von Waldbäumen ("Verbiss") und das Fegen der Rinde führen bei zu hohem Rehbestand zu beträchtlichen Waldschäden. Da die natürlichen Feinde der Rehe, z.B. Luchs und Wolf, bei uns ausgerottet sind, muss der Rehbestand durch Bejagung geregelt werden.
Steckbrief
Größe: 95 - 135 cm 
Gewicht: 15 - 20 kg
Aussehen: Sommer: rotbraun
Winter: graubraun
Rehkitz: weiß gefleckt
Merkmale: weiße Signalfärbung um den Schwanz (Spiegel), Männchen mit Stangengeweih, Weibchen ohne Geweih
Alter: bis 15 Jahre
Anzahl Junge: 1 - 3 Junge im Mai / Juni
Tragzeit: 40 Wochen
Lebensraum: Laub- und Mischwälder, Wiesen und Felder mit Gebüsch
Nahrung: Gräser, Kräuter, Laub, Eicheln, Pilze, Getreide

>> Zurück <<