Rotfuchs (Vulpes vulpes)

Bis zu 15 Ausgänge hat der Bau, in dem der Fuchs seine Wohnung nimmt. Die verzweigten Gänge (im Durchmesser 10 cm) gräbt er selbst. Aber auch Wohngemeinschaften akzeptiert der Fuchs: gern zieht er in fertige Dachsbauten mit ein. Seine Mitbewohner können verschiedene Tiere sein: Dachs, Iltis, Wildkaninchen, Steinkauz oder Brandgans. Sonst ist er eher ein Einzelgänger, der vorwiegend nachts oder bei Dämmerung aktiv wird.

Fast in ganz Europa findet man diesen scheuen Jäger, der seine feinen Sinne zur aufmerksamen Beobachtung seiner Umgebung nutzt. Er gilt als besonders listig und intelligent: Bei der Jagd stellt er sich oft tot und überrascht dann ahnungslose Vögel.

Beim Traben setzt der Fuchs seine Schritte wie auf einer Schnur aufgereiht in gleichen Abständen genau hintereinander. Darum nennt man diese Gangart Schnüren.

Er setzt die Hinterfüße genau in die Abdrücke der Vorderfüße.

Auf der Flucht schlägt der Fuchs Haken, ohne langsamer zu werden. So ist er schwer zu erwischen und deshalb für passionierte Jäger ein beliebtes Jagdziel. Außer dem Menschen hat Reinecke (so wird er in der Fabel genant) kaum natürliche Feinde. Adler, Luchs und Wolf hatten es früher auf ihn abgesehen, als sie in Europa noch häufig anzutreffen waren.

Der Fuchs ist der Hauptüberträger der Tollwut in unseren Breiten. Darum wird er bejagt. Trotzdem scheint der Bestand an Füchsen gleich zu bleiben, weil die Anzahl der Aufgezogenen Jungen zunimmt.

Der Fuchs und die Fähe, das Fuchsweibchen, sind besonders hübsche Waldbewohner mit ihrem rotbraunen Fell und dem buschigen Fuchsschwanz. Hauptnahrung des Fuchses sind Mäuse, die er mit zielsicherem Sprung erbeutet.
Steckbrief
Größe: 58 – 82 cm lang
Schwanz 32 – 48 cm 
Gewicht: 2,5 bis 10 kg
Aussehen: Oberseite rotbraun, Unterseite weiß, Ohren lang und spitz, spitze Schnauze, buschiger Schwanz mit weißer Spitze
Stimme: kläffend, knurrend, heiser bellend
Alter: 10 bis 14 Jahre
Anzahl Junge: 2 - 8 Junge
Tragzeit: 50 - 51 Tage
Lebensraum: jedes deckungsreiche Gelände, scheut menschliche Siedlungen nicht
Nahrung: Mäuse, Vögel, Kleintiere, Aas, Insekten, Beeren

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