Rothirsch (Cervus elaphus)

Das Fell der Rothirsche hat im Sommer eine helle kastanienbraune Farbe. Weil sie darin so prächtig aussehen, wurden Rothirsche in der Römerzeit bei feierlichen Prozessionen sogar als Zugtiere vor die Wagen gespannt. Im Herbst wächst ihnen ein viel dunkleres und längeres Winterfell, das rauer und dichter ist.

Während drei Wochen im Herbst stoßen die größeren Hirsche laute Schreie aus. Das sind die Brunftschreie, die in der Fortpflanzungszeit die Rivalen zum Kampf um die paarungsbereiten Hirschkühe herausfordern. Im Kampf setzen die Rothirsche ihre starken Geweihe als Waffe ein.

Manchmal verhaken zwei Hirsche dabei ihre Geweihe so stark ineinander, dass sie nicht voneinander loskommen. Wenn das passiert, können sie kein Futter mehr aufnahmen und müssen verhungern.

Der Rothirsch ist eines der größten Säugetiere in Mitteleuropa und bietet mit seinem Geweih einen imposanten Anblick. Das Geweih wird, wie beim Damhirsch, im Frühjahr abgeworfen und wächst dann bis zum Herbst wieder neu. Ein erwachsener Rothirsch trägt ein Geweih mit vielen Enden.

Rothirsche leben heute noch in großen Waldgebieten. In Deutschland werden durch den Gesetzgeber eigens "Rotwild-Gebiete" ausge- wiesen, um Schäden in der Land- und Forstwirtschaft zu vermeiden.
Steckbrief
Größe: 100 - 250 cm hoch,
160 - 250 cm lang 
Gewicht: 100 - 230 kg
Aussehen: kastanienbraunes Fell, im Winter dunkler
Merkmale: vollentwickeltes Geweih hat eine Länge von 90 - 120 cm
Alter: bis 20 Jahre
Anzahl Junge: 1 Kitz im Mai / Juni
Tragzeit: 8 Monate
Lebensraum: große Waldflächen in ganz Europa, auch in Afrika, Asien und Nordamerika
Nahrung: Gras, Heidekraut, Zweige, Baumrinde, Blätter und Früchte

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