Stieleiche (Quercus robur)

Die Stieleiche - auch Sommereiche genant - kommt in Mitteleuropa häufig vor, und zwar von der Ebene bis in Gebirgslagen von etwa 1000 m Höhe. Allerdings bevorzugt sie die Tief- ebene und am ehesten findet man sie an sonnigen Stellen. Sie ist recht anspruchsvoll und braucht einen mineralhaltigen, tiefgründigen Boden mit ausreichender Wasserversor- gung. Die Stieleiche bildet nämlich sogenannte Pfahlwurzeln, die sehr tief reichen. Die halten den Baum auch bei starkem Sturm gut fest.

Ein Sprichwort sagt "Eichen sollst Du weichen, Buchen sollst Du suchen". Bei Gewitter schlägt nämlich in Eichen öfter der Blitz ein. Und zwar deshalb, weil sie mit Vorliebe auf Kreuzungspunkten von Wasseradern stehen. Mit ihren langen Pfahlwurzeln bohren sie sich bis zum Wasser durch und bilden so einen mächtigen Blitzableiter.

Die Stieleiche hat eine mächtige und regelmäßige Krone. Ihre einzelnen Äste sind knorrig und stehen horizontal ab. Je nach Standort blüht sie im April bis Juni. erst im Alter von über 40 Jahren erscheinen hängende Kätzchen mit männlichen oder weiblichen Blüten. Ihren Namen hat die Stieleiche deswegen, weil ihre Früchte an einem langen Stiel wachsen.

Steckbrief
Familie: Buchengewächse
Höhe: bis 50 m
Alter: bis 500 Jahre und noch älter
Rinde: in der Jugend glatt, bräunlich bis weißgrau, im Alter dunkelbraune bis schwärzlich und längs rissig
Stamm-  durchmesser: 2 m und mehr

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