Traubeneiche (Quercus petraea)

Wegen ihrer imposanten Gestalt, ihrer Unverwüstlichkeit und ihres Alters ist die Eiche von jeher ein Sinnbild für Kraft und Weisheit. Viele Sagen und Geschichten alter Völker ranken sich um diesen Baum. Unter Eichen wurde Gericht gehalten und den keltischen Göttern gehuldigt. Besonders den Kriegs- und Donnergott Donar verbanden die Germanen mit diesem Baum, weil Blitze oft in Eichen einschlagen.

Eichen sind wertvolle Nutzhölzer. Ihr Holz ist besonders hart und widerstandsfähig. In England sollen im 18. Jahrhundert 500.000 Eichen nur für den Schiffsbau gefällt worden sein. Fässer für Whisky oder Sherry werden auch heute noch aus Eichenholz hergestellt. Und eine alte Eiche liefert besonders wertvolles Furnierholz: Für einen solchen Stamm werden manchmal 25.000 € bezahlt!

Die Traubeneiche wird auch Wintereiche genannt. Sie unterscheidet sich von der Stieleiche vor allem dadurch, dass ihre Früchte nicht an Stielen wachsen, dafür aber ihre Blätter. Außerdem ist die Traubeneiche im Gegensatz zur Stieleiche eher ein Baum des Hügel- und Bergvorlandes, obwohl man häufig beide Arten an einem Ort findet.

Steckbrief
Familie: Buchengewächse
Höhe: 20 - 40 m
Alter: 500 - 800 Jahre
Rinde: ebenmäßige graubraune Borke, längsrissig und gerippt
Stamm-  durchmesser: ca. 2 m

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