| Kein
Wunder, denn früher wurde sie gejagt. Heute steht sie aber unter
Schutz, so dass die Anzahl der Wildkatzen auch in Deutschland (z.B. im
Taunus) langsam wieder zunehmen kann.
Die Wildkatze ist ein Einzelgänger
mit einem markierten Revier. Nur zur Paarungszeit besuchen die Kater die
Reviere der Katzen und machen ihnen den Hof. Wenn mehrere Kater sich um
dieselbe Katze bemühen, kommt es zu heftigen Kämpfen, bei denen es vor
allem sehr laut zugeht. Knurrend und kreischend versuchen die Kater,
ihre Rivalen zu vertreiben. Dabei vergessen sie alle Vorsicht vor
Gefahren. Sie leben nur für die Liebe.
Für ihre Jungen sucht die Wildkatze
ein Lager in der Nähe guter Fangplätze, so dass sie immer gut auf sie
aufpassen kann. Baumhöhlen, Felsspalten oder dichtes Gestrüpp eignen
sich gut als Wildkatzen-Kinderstube. Nach drei Monaten beginnt für die
Kleinen allerdings der Ernst des Lebens. Die Mutter vertreibt dann
nämlich ihre Kinder aus ihrem Revier, das ist bei allen Katzen so. Die
jungen Katzen müssen dann selbst für sich sorgen. Damit beginnt die
gefährlichste Zeit im Leben der Wildkatzen. Bis sie groß genug sind,
sich selbst zu verteidigen, ist ihr größter Feind das Wiesel oder
Hermelin.
| Mäuse sind ihre wichtigste Nahrung.
Die Wildkatze frisst aber auch Eidechsen und Frösche. Ihre
Stärke ist das Klettern, darum erwischt sie oft Vögel in ihren
Nestern. Sie ist aber kein besonders schneller Läufer. Also
lauert sie geduldig ihrer Beute auf, genau wie unsere Hauskatze.
Wenn sie sich auf der Jagd auf ein Wettrennen einlässt, kann ein
gesunder Hase sie leicht abhängen. |
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