Wisente
sind die größten Säugetiere Europas. Anfang des letzten Jahrhundert
wurden sie durch Jagd und Waldrodung ausgerottet. Die nachkommen der
letzten Wisente in Zoos wurden gezüchtet und später unter anderem in
Polen, Weißrussland und der Ukraine ausgewildert.
Weltweit gibt es noch ca. 3.500
Tiere. Sein Wohngebiet sucht sich der Wisent nach dem Nahrungsangebot aus. Seine Leibgerichte sind Blätter und Rinden von Weide und Zitterpappel, Eiche, Rotbuche und anderen Laubbäumen, Heidekraut und Beeren. Nadelhölzer frisst er nur ausnahmsweise. Wichtig ist die Wasserstelle zum Trinken. Wenn das Wasser im Winter gefroren ist, schlägt der Wisent mit den Hufen Löcher ins Eis, um an Wasser zu kommen. Oder er gräbt mit der Schnauze Gruben in den Schnee, in denen sich Wasser ansammelt. Wasser ist nicht nur zum Trinken da: Wisente können gut schwimmen. Sie wühlen auch gern mit den Hörnern im feuchten Boden und werfen Schlamm über ihren Körper. Wenn es im Sommer trocken ist, nehmen sie stattdessen auch gern mal ein Sandbad. Kopf, Hals und Körper scheuern sie an Bäumen, bis die Stämme ohne Rinde und blank poliert sind. Mit dieser Körperpflege verbringen Wisente einen großen Teil ihrer Zeit. Eine Wisentherde besteht aus Kühen und Jungtieren. Die Bullen sondern sich mit dem vierten Lebensjahr von der Herde ab und bleiben bis zur Paarungszeit unter sich, manchmal ganz allein.
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| Steckbrief | |
| Größe: | 2,7
m lang Schwanz 80 cm |
| Gewicht: | 800 - 1000 kg |
| Aussehen: | dunkelbraun, Kopf und Vorderkörper langwollig; breiter, dreieckiger Kopf mit Kinnbart |
| Merkmale: | Männchen mit nach innen gebogenen Hörnern, Weibchen nicht immer mit Hörnern |
| Stimme: | brummend, blökend, brüllend |
| Alter: | 25 - 30 Jahre |
| Anzahl Junge: | 1 - 2 Junge |
| Tragzeit: | 41 Wochen |
| Lebensraum: | zusammenhängende Laub- und Mischwälder mit Büschen und Lichtungen, Steppe |
| Nahrung: | Blätter, Zweige, Baumrinde, Gras, Kräuter, Beeren |