Die
Bachnelkenwurz ist die Blume des Jahres 2007.Loki Schmidt, Frau des früheren Kanzlers Helmut Schmidt, präsentierte die von der Stiftung Naturschutz ausgewählte Wiesenpflanze in Hamburg. Mit der Wahl solle wieder eine Feuchtwiesenart ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.
Die Grundblätter sind lang gestielt und unterbrochen gefiedert - mit großer Endfieder. Die oberen Blätter sind einfach oder gelappt, wobei die Lappen grob gezähnt sind. In der Naturheilkunde wird von ihr wie bei der Echten Nelkenwurz (Geum urbanum) die Wurzel verwendet. Sie wirken beide antibakteriell, schweißtreibend, entzündungshemmend und zusammenziehend (adstringierend) und werden bei Magen/Darmerkrankungen und fieberhaften Infekten eingesetzt. Für die antibakterielle Wirkung sind Triterpene und Flavonoide verantwortlich. Der Wurzelstock wurde als Nelkenersatz beim Kochen verwendet und aromatisierte auch Liköre; die Blätter können in Salaten etc. verwendet werden. Volksnamen: Bachbenedikt, Blutströpfchen, Herrgott´s Brot, Herzwurz, Kapuziner, Wasserbenedikt, Wasserwurz.
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| Steckbrief | |
| Gattung: | Nelkenwurz |
| Familie: | Rosengewächse |
| Höhe: | Wuchshöhen zwischen 20 und 60 Zentimetern |
| Blütezeit: | April bis Juli |
| Vorkommen: | Die Art ist zirkumpolar verbreitet
und fehlt in Europa nur im Mittelmeerraum. Als Standorte
werden Feucht- und Nasswiesen, Gräben, Ufer, Auwälder und
Hochstaudenfluren mit sickernassen, nährstoff- reichen Böden
bevorzugt. Die Pflanze dringt in den Alpen bis in 2000 Metern
über NN vor. Die Bach-Nelkenwurz gilt als Nährstoffzeiger und bevorzugt kühl-humides Klima. |
| Besonderes: | Die Blüten werden von Hummeln bestäubt. Die Pflanze ist schwach giftig. |