Baummmarder / Edelmarder + Setinmarder 
(Martes martes)

Ganz so begehrt wie ihr asiatischer Vetter, der Zobel, waren die hiesigen Marder nicht. Aber auch sie wurden wegen ihrer feinen und kostbaren Felle früher stark gejagt. Ein weiterer Grund für ihren Rückgang ist die Lebensraumzerstörung

Besonders scharf auf die Gesellschaft von Menschen sind die Baummarder nicht. Sie halten sich lieber von unseren Wohnge- bieten fern. Ihr bevorzugter Aufenthaltsort ist ohnehin der Wald. In den Bäumen finden sie ihre Wohnung und auch ihre Nahrung. Sie jagen Eichhörnchen und nehmen auch Vogelnester aus. Verlassene Vogelhorste und Eichhörnchenester nehmen sie manch-I

mal als eigene Wohnung in Besitz , oder sie suchen sich eine bequeme Baumhöhle. In seinem durch Duftmarken abgegrenztem Revier bewegt sich der wendige Baummarder kletternd vorwärts oder "schlängelt" sich förmlich durchs Dickicht. dabei hüpft er mit beiden Vorderpfoten gleichzeitig, hinten natürlich genauso, so dass eine wellenförmige Bewegung entsteht.

Der Steinmarder lebt am Boden und ist genauso wendig wie sein im Wald lebender Vetter. Er scheut sich allerdings nicht, in der Nähe von Menschen zu leben. Dort wird er aber nicht immer gern gesehen. Zwar macht er sich als Rattenvertilger nützlich, er hat aber auch eine unliebsame Eigenheit:
Zum Beispiel knabbert er gern die Bremsleitungen bei parkenden Autos an.

Marder sind überhaupt keine geselligen Typen. Im Gegenteil: Nur in der Paarungszeit finden sich Männchen und Weibchen zusammen, dann geht jeder wieder allein seiner Wege.

Das Marderweibchen beherrscht ein seltenes Kunststück: Es kann nämlich die Entwicklung seiner Jungen im Mutterleib hinauszögern und so dafür 
sorgen, dass sie nicht in der kalten Jahreszeit geboren werden (Keimruhe).

 Das schon im Sommer befruchtete ei macht einen biologischen Stillstand durch, bis der Winter vorbei ist. So kommen die Jungen erst im April zur Welt.
Steckbrief
Größe: 42 – 47 cm lang
Schwanz 22 – 26 cm 
Gewicht: 0,8 bis 1,8 kg (Steinmarder 2 kg)
Aussehen: schlank, katzengroß, langhaariges Fell, weich und glänzend
Merkmale: Baummarder: gelbbraun mit gelbem Kehlfleck, 
                          schwarze Nase, Sohlen stark behaart;
Steinmarder: graubraun mit weißem Kehlfleck, der bis auf
                        die Vorderläufe reicht, helle Nase, 
                        Sohlen unbehaart
Alter: 8 bis 10 Jahre (im Zoo bis 17 Jahre)
Anzahl Junge: 2 - 5Junge (März bis April)
Tragzeit: ca. 9 Monate 
(Fähigkeit der Entwicklungsverzögerung = Keimruhe) 
Lebensraum: große, zusammenhängende, dichte Laub- und Mischwälder, Parkanlagen
Nahrung: Kleinsäuger, Vögel, Bauminsekten, Obst, Bucheckern

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