Marienkäfer (Coccinella)

Die Marienkäfer (Coccinellidae) sind eine weltweit verbreitete Familie halbkugeliger, flugfähiger Käfer, deren Deckflügel meist eine unterschiedliche Anzahl von auffälligen Punkten aufweisen. Sehr viele Arten ernähren sich von Blatt- und Schildläusen.

Der Marienkäfer mit den sieben Punkten ist das Insekt des Jahres 2006. Der Käfer ist nicht nur als Glücksbringer populär, sondern auch beim Vertilgen von Blattläusen.

Bislang wurden deutschlandweit 80 Arten von Marienkäfern nachgewiesen.

Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) wird bis zu einem Jahr alt.

Die Marienkäfer sind bei der Bevölkerung sehr beliebt und tragen die unterschiedlichsten Namen in der jeweiligen lokalen Umgangssprache. Die Beliebtheit begründet sich unter anderem darin, dass sie im Gartenbau und der Landwirtschaft sehr nützlich sind, da sie allein in ihrer Larvenzeit je nach Art bis zu 3000 Pflanzenläuse bzw. Spinnmilben fressen. Sie sind in ihrem Aussehen sehr variabel, was ihre Bestimmung erschwert. Ein und dieselbe Art kann in Dutzenden Mustervarianten auftreten. 

Die Käfer können gut fliegen und erreichen 75 bis 91 Flügelschläge pro Sekunde. Manche Arten (z. B. Calvia decemguttata) werden in der Nacht durch künstliches Licht angelockt. Dies lässt auf nächtliche Ausbreitungsflüge schließen.

Das Charakteristische an den Marienkäfern sind ihre Punkte. Sie sind meist schwarz, es gibt aber auch hier Käfer, die helle, rote oder braune Punkte tragen. Es gibt Marienkäfer mit 2, 4, 5, 7, 10, 11, 13, 14, 16, 17, 18, 19, 22 und 24 Punkten. Innerhalb einzelner Arten können die Punkte auch variieren. Entweder haben die Käfer keine, oder die Punkte verschmelzen miteinander so, dass fast der ganze Körper schwarz ist. Die Anzahl der Punkte gibt entgegen einem weit verbreiteten Irrtum nicht das Alter des Käfers an, vielmehr ist die Zahl der Punkte charakteristisch für jede Art und ändert sich während des Lebens des Käfers nicht. Innerhalb der nahen Verwandtschaft einzelner Arten (z.B. in der Gattung Coccinella) ähneln sich die Punktvariationen.
Das Erscheinungsbild der Larven ist je nach Art sehr vielfältig. Die meisten sind langgestreckt und plump. Ihre Länge variiert zwischen 1,5 und 15 Millimetern. Die meisten sind blaugrau, braun oder gelb gefärbt und haben gelbe, orangefarbene oder rote Flecken. Sie haben schwarze oder rote Warzen auf dem Körper verteilt, aus denen borstige Haare oder Dornen entspringen. Oft lässt sich von ihrer Färbung auf den ausgewachsenen Käfer schließen. Die Larve des 22-Punkt z.B. ist wie der Käfer gelb und schwarz gepunktet. Sie sind bis auf die Stethorini mit einer Wachsschicht überzogen, die sie unter anderem vor Ameisen schützt. Die Larven einiger Arten (z.B. die des Siebenpunkt) haben verhältnismäßig lange Beine und sehen Libellenlarven ähnlich.
Steckbrief
Größe: 1 - 12 mm
Ernährung: Die Hauptnahrung vieler Marienkäferarten und ihrer Larven sind Blatt- und/oder Schildläuse.
Zur Nahrung der Marienkäfer zählen aber auch Spinnmilben, Wanzen, Fransenflügler, Käfer- Blattwespen- und gelegentlich sogar Schmetterlingslarven.
Wenn Nahrung knapp ist, greifen an sich räuberische Arten manchmal auch auf pflanzliche Nahrung zurück.
Lebensraum: Marienkäfer sind weltweit verbreitet !!
Sie besiedeln unter anderem Wälder, Wiesen, Trockenrasen, Moore und Heiden, aber auch Parks und Gärten.
Vermehrung: Ende April bis Anfang Mai werden von den Marienkäfer-Weibchen bis zu 400 Eier, je nach Art in Portionen von 10 bis 60 Stück oder einzeln, an Pflanzen nahe geeigneter Nahrung abgelegt.
Entwicklung der Larve: Die geschlüpften Larven entwickeln sich innerhalb von 30 bis 60 Tagen.
Natürliche Feinde: Laufkäfer, Raubwanzen, Vögel, Eidechsen, Spitzmäuse und Frösche.
Ein nur auf sie spezialisierter Feind ist die Marienkäfer - Brackwespe

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