Roter Milan (Milvus milvus)

Der Rote Milan ist ein Greifvogel, der nur noch selten in Deutschland brütet. In manchen Gegenden brütet und überwintert er sogar. Sonst kehrt er als Zugvogel erst Anfang März in sein Brutgebiet zurück. Dann baut er einen Horst oder benutzt einen alten Bussardhorst als Unterlage. Dazu sucht er sich am liebsten einen hohen alten Laubbaum. Wenn der Horst fertig ist, hat er einen Durchmesser von 80 bis 100 cm.

Gabelweihe ist ein anderer Name für den Roten Milan. Der gegabelte Schwanz ist übrigens ein besonders auffälliges Merkmal der Milane, das sonst kein Greifvogel aufweist.

Der Familienvater beteiligt sich nicht am Brutgeschäft, das überlässt er lieber dem Weibchen. dafür geht er auf die Jagd und versorgt das Weibchen während des Brütens mit Nahrung. Milane sind manchmal auch Nahrungsschmarotzer. das bedeutet, sie halten sich gar nicht damit auf, selbst nach Beute zu suchen, sondern jagen anderen Greifvögeln die Beute ab. Dann und wann genügt ihnen auch der zufällig gefundene Kadaver eines Tieres.

Steckbrief
Größe: 58 - 65 cm lang
Gewicht: Männchen 0,85 - 1 kg
Weibchen1 - 1,3 kg
Spannweite: 150 - 170 cm
Aussehen: rotbraunes Gefieder, Kopf weiß bis grauweiß
Merkmale: kleiner Kopf und Schnabel mit stark gebogenem Haken, langer gegabelter Schwanz
Brutzeit: April, 2 - 4 trübweiße Eier
Brutdauer: 29 - 32 Tage
Lebensraum: offene Landschaft mit Laubwald, Flusstäler und Seen
Nahrung: Kleinsäuger, Kleinvögel, Schlangen, Eidechsen, Insekten, Frösche, Weichtiere, Fische, gelegentlich Junghasen und Aas

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