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Die Zebraspringspinne dürfte den meisten Menschen bekannt sein:
wer hat nicht schon einmal an einem sonnigen Tag die kleinen
schwarzweiß-gestreiften Spinnen an Mauern oder Holzwänden
gesehen? Von der auffälligen Zeichnung ihres Körpers, vor allem
des Hinterleibs, rührt denn auch der Name her.
Die Zebraspringspinne gehört zu den Springspinnen (Familie
Salticidae). Sie ist eine von 99 mitteleuropäischen Arten, die
sich vor allem durch zwei Merkmale von anderen Spinnen
unterscheiden: 1. Sie erbeuten Insekten im Sprung, bauen also
keine Fangnetze und 2. ihre Frontaugen sind enorm vergrößert.
Die anderen sechs Augen sind in drei Querreihen auf dem Vorderleib
so angeordnet, dass die Spinne sogar nach hinten schauen kann.
Springspinnen sind allesamt eher kleine Spinnen, die dem
Beobachter hauptsächlich durch ihre hüpfende Fortbewegungsweise
auffallen.
Männchen der Zebraspringspinne haben im Gegensatz zu den Weibchen
überlange Giftklauen, mit denen sich Rivalen in der Paarungszeit
von Mai bis August bedrohlich wirkende Kämpfe liefern. Meist gehen solche Rituale aber glimpflich aus. Die Körperlänge beträgt bei beiden Geschlechtern 4 bis 7 Millimeter. Die Beine sind im Vergleich zu anderen Spinnen eher kurz, wodurch die Zebraspringspinnen kompakter erscheinen.
Beim Beutefang schleicht sich Salticus langsam an ein Insekt an, springt aus einer Entfernung von etwa einem Zentimeter auf die Beute, packt sie mit ihren Giftklauen, schlingt ihre Beine um sie und überwältigt sie so. Der Gesichtssinn der Spinne ist so gut entwickelt, dass man sogar mit ihr "spielen" kann: wenn man einen Grashalm in einiger Entfernung vor ihr bewegt, richtet sie sich sofort zu diesem hin und lässt sich hin- und herlenken.
Die Zebraspringspinne ist in Deutschland von der Nordseeküste bis zum Alpenrand recht häufig. Sie kommt besonders im Siedlungsbereich an und in Gebäuden vor, bewohnt daneben aber auch Felsen oder Zaunpfähle. Man kann wohl davon ausgehen, dass diese Art auch in Zukunft nicht bedroht sein und uns noch lange aus ihren bezaubernden Augen anschauen wird.
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