Die
Stockenten sind in fast ganz Europa zu Hause (Teilzieher). Ihre Nester
bauen sie meistens am Boden in dichter Vegetation oder leicht erhöht
zwischen Ästen, manchmal auch auf Flachdächern von Hochhäusern, je
nach den örtlichen Gegebenheiten. Hauptsache, es ist ein Gewässer mit dichtes Ufervegetation in der Nähe, den das ist ihr eigentlicher Lebensraum. In der Balzzeit von September bis Februar laden die Männchen die Weibchen zum Tanz ein: Bis zu 40 Erpel in einer Gruppe führen bestimmte Tanzfiguren vor, um eine Partnerin zu finden. Mit dem Herrn, der ihr beim Tanzen imponiert hat, geht die Dame dann
aufs Wasser. Sobald sie ihm den Rücken zugedreht hat, hetzt er sie
durch schnelles Hinterherschwimmen. das Paar bleibt zusammen, bis sie im
Frühjahr ihre Eier gelegt hat. Beim Brüten und der Betreuung der Jungen lässt der Erpel das Weibchen allein, um sich anderen Erpeln anzuschließen. In dieser Zeit verliert er sein buntes Prachtgefieder und wird dem unscheinbaren braunen Weibchen ähnlich. Das Weibchen führt die Jungen bald nach dem Schlüpfen zum Wasser und hält sie in engem Familienverband zusammen. .Zum nächsten Balztanz finden sich die Partner des Vorjahres wieder. Abklatschen gilt nicht: Andere Erpel werden bedroht, wenn sie sich beim Tanzen einmischen wollen. |
| Steckbrief | |
| Größe: | 58 cm |
| Gewicht: | bis 1,5 kg |
| Aussehen: | Männchen: Kopf
blaugrün, Brust kastanienbraun, Flanken grau, weißer Halsring Weibchen: braun, in Parks sieht man häufig auch gescheckte oder schwarze |
| Ruf: | Männchen:
"waak-waak-waak" Weibchen: "räb-räb" |
| Alter: | frei 8, im Zoo bis 17 Jahre |
| Brutzeit: | März - Juni eine Brut mit 7 - 11 Eiern (hellgrün) |
| Brutdauer: | 22 - 30 Tage |
| Lebensraum: | Seen, Teiche, Wassergräben mit dichter Ufervegetation |
| Nahrung: | Pflanzen, Wasserinsekten, Fische, Frösche, Weichtiere, Würmer |