Unsere bisherigen ProjekteDie erste Maßnahme, die in Eigenregie mit einer Investitionssumme von circa 125.000 Euro umgesetzt wurde, war der Teich. Dieser Teich stand im Sommer 1995 vor dem ökologischen aus. In rund 3 000 Arbeitsstunden wurde er von ehrenamtlichen Helfern saniert und komplett neu angelegt. 480 Tonnen Schlamm wurden von der Firma Knettenbrech entsorgt, 350 Kubikmeter Erdbewegungen bewältigt. Heute ist der Teich erster Anziehungspunkt am Eingang zur Fasanerie. Er bietet nach seiner Sanierung zahlreichen Pflanzen, Fischarten, Frösche, Kröten, Krebse und Wasserschildkröten eine neue Heimat.
Nach der Fertigstellung des Teiches, stand das nächste Projekt schon in Wartestellung: Das Luchsgehege. Das alte Gehege entsprach nicht mehr dem heutigen Standard, war insbesondere zu klein für die Luchse der Fasanerie. Sie bekamen ein größeres Gehege mit genug Auslauf- und Ausweichmöglichkeiten, da der Luchs eigentlich ein Einzelgänger ist. Für die Besucher wurde eine Aussichtsplattform gebaut, die erstmals einen zaunfreien Blick auf die Luchse ermöglicht.
Aufgabe Nummer 3 für den Förderverein war das Wisentgehege. Der Frankfurter Zoo stellte der Fasanerie ihren Wisentstall unter der Bedingung zur Verfügung, dass der Abbau von den Mitarbeitern der Fasanerie übernommen wird. Der Bautrupp des Fördervereins trat in Frankfurt an und baute den Holzstall, Brett für Brett ab, um ihn anschließend in Wiesbaden wieder aufzubauen. Der neue Stall hat erstmals auch Licht- und Frischwasseranschluss, so dass eine optimale Versorgung der Tiere auch im Stall möglich ist.
Unsere fliegenden Freunde bekamen eine begehbare Vogelvoliere, mit einer Investitionssumme von rund 115.000 Euro. Das neue Gehege hat eine 1200 m2 große Grundfläche. Darüber spannt sich in rund 14 Metern Höhe ein rund 2.000 m² großes Nylonnetz. Ein Abenteuer für sich, wenn man bedenkt, dass dies alles von Laien gebaut wurde. Das Material für den "begehbaren Vogelkäfig" mit drei Besucherschleusen kam aus Mitteln und Spenden eines Spielbank-Fonds. Das Gehege besteht aus zwei Bereichen. In der einen Hälfte leben Fasane, Rebhühner und Steinkäuze, in der anderen Hälfte tummeln sich fünf, in Deutschland selten gewordene Raben. Im Sommer 1998 wurde die Voliere offiziell eingeweiht.
Unterirdisch waren wir auch rege: Auf den ersten und zweiten Blick für die Besucher nicht sichtbar, haben wir Kilometerweise Stromkabel und Wasserleitungen verlegt. Jedes Tiergehege besitzt seitdem einen eigenen Wasser- und Stromanschluss. Dies erleichtert nicht nur die Arbeit der Tierpfleger, sondern in Notfällen auch die des Tierarztes. Eine große Herausforderung für den Förderverein stand im Jahr 2000 an: Bären sollten in die Fasanerie einziehen und gemeinsam mit einem neuen Wolfsrudel ein ca. 30 000 m² Gehege beziehen. Die ganze Aktion musste etwas beschleunigt werden, da zwei Braunbärdamen aus Darmstadt dringend ein neues Zuhause benötigten. Willi (26 Jahre) und Muffi (30 Jahre), inzwischen über die Stadtgrenzen Darmstadts und Wiesbaden bekannt. Die zwei Bärinnen lebten sieben Jahre unter unbefriedigenden Umständen in zwei alten Zirkuswagen in einem Schrebergarten. Einen schönen Lebensabend, mit Auslauf, Teich und Wald für die Beiden war das gesetzte Ziel. Ende September 2000 zogen Willi und Muffi in das bis dahin von uns fertiggestellte Separiergehege. Wir bauten zusätzlich noch ein großes Wasserbecken, und eine Aussichtsplattform. 2001 werden Bären und Wölfe erstmals in der Fasanerie zusammensein.
Das neue Wolfsrudel kam aus Thale und gewöhnte sich in der Fasanerie gut ein. Die Lebensräume von Wolf und Bär sind sich sehr ähnlich und somit ist ein gemeinsames Gehege sinnvoll. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf ca. 500.000 Euro. Die Finanzierung dieses Projekts erfolgt zur Hälfte über die Stadt Wiesbaden, zur anderen Hälfte durch den Förderverein Fasanerie.
Für die kleinsten Fans des Tierparks wurde 2001 mit Hilfe der NASPA der alte Spielplatz um eine Vielzahl von Spielgeräten erweitert. Dem Herumtoben und Erleben stand nun nichts mehr im Wege. Wasserspielplatz, Rutsche, Klettergestell Schaukel und verschiedene Geschicklichkeitsspiele boten eine große Möglichkeit der Abwechslung. Zwei spezielle Sandkästen, in denen man mit Hilfe von Wasser den wunderbarsten Matsch produzieren konnte, ermöglichte auch kleinen Rollstuhlfahrern ein hautnahes Erlebnis. |
Das größte Projekt in der Geschichte des Fördervereins hat begonnen !
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Wiesbadener Volksbank BLZ 510 900 00 Kto 390 100 |
Nassauische Sparkasse BLZ 510 500 15 Kto 121 046 075 |